Nägel, Schrauben oder modernen Klebstoff? - Befestigungstechnik ist sehr komplex
Dinge an Wänden, Decken oder Böden befestigen zu müssen, gehört heute zu den alltäglichen Herausforderungen. Schrauben, Dübel und Bohrer finden sich in praktisch jedem Haushalt - das Thema Befestigungstechnik ist damit aber noch lange nicht erschöpft.

Form und Länge des Dübels, und Art und Länge der verwendeten Schrauben entscheiden grundsätzlich darüber, wie gut etwas hält, und welcher Zugbelastung die Befestigung standhalten kann. Schon hier beginnt eine schier unglaubliche Vielfalt - Dübel und Schrauben gibt es in unzähligen Variationen und aus verschiedensten Materialien, für unterschiedliche Einsatzbereiche und Zwecke. So müssen zum Beispiel bei manchen Decken Spreizdübel eingesetzt werden, um eine sichere Befestigung zu gewährleisten – in porösen oder bröckligen Wänden hingegen muss man die Dübel mit Gips oder Dübelmasse fixieren, damit das Ganze hält. Nägel eignen sich gerade mal dafür, Bilder an der Wand zu befestigen - ansonsten gibt es für sie im Bereich der Befestigungstechnik nicht allzu viele wichtige Einsatzbereiche.

Wo sich schon im Haushalt empfiehlt, den Rat eines Experten einzuholen, wenn es um Befestigung geht, ist es im Industriebereich praktisch unerlässlich. Sichere Befestigungen, die auch allen möglichen auftretenden Belastungen auch wirklich in jedem Fall standhalten, sind hier in jedem Fall unabdingbar: Nicht auszudenken, was passieren würde, wenn ein nicht ausreichend befestigtes Hochregal in einem Lager plötzlich nachgibt. Das könnte Menschenleben kosten.

Speziell im Bereich von Haushalten steht den altbewährten Dübel-und Schraubenbefestigungen seit einigen Jahren Konkurrenz ins Haus: Kleben statt Schrauben heißt die Devise, und moderne Montagekleber lassen mit ihrer Haltefähigkeit oft schon staunen - mit dem richtigen Kleber sauber geklebte Flächen können Zugbelastungen bis zu mehreren 100 kg standhalten, und halten mühelos Gewichte bis über 50 kg. Der Vorteil besteht ganz eindeutig darin, dass keine Bohrlöcher mehr nötig sind - was gerade bei harten Materialien, wie etwa Beton, eine ganz ordentliche Erleichterung bedeutet. Auch bei Montagearbeiten im Bad erspart man sich dabei, die Fliesen anzubohren - hässliche, nicht mehr gutzumachende Bohrlöcher gehören also somit der Vergangenheit an. Entsprechend dem Untergrund, der Größe der geklebten Fläche und der notwendigen Haltefähigkeit muss man allerdings den richtigen Kleber auswählen. Eine ganz gewitzte Erfindung aus Deutschland ermöglicht es sogar, kleben und schrauben zu verbinden: Auf einem geklebten Metallteller befindet sich ein Gewinde für Schrauben. Die Belastbarkeit der Konstruktion liegt je nach Größe des Tellers zwischen 15 und 60 kg. Das Thema Befestigung lohnt also ganz sicher einmal einen zweiten Blick – oder am besten noch den Rat eines Experten.