| Kaffeemaschinen-Technik, selbst für Experten ein kompliziertes Thema |
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"Jedem sein Kaffee" - diese Devise ist leichter gesagt als umgesetzt, vor allem wenn es um moderne Kaffeemaschinen geht. Es allen recht zu machen, ist schon im täglichen Leben fast eine Unmöglichkeit; Experten und Entwicklungsingenieure im Bereich von Kaffeemaschinen bemühen sich aber genau um diese Quadratur des Kreises. Da wird mit den unterschiedlichsten Zubereitungsverfahren experimentiert, Kaffeesorten getestet, und das Ergebnis immer wieder kritisch unter die Lupe genommen. Galt bis vor wenigen Jahren noch, dass das langsame und gleichmäßige Aufbrühen von Hand das unschlagbar beste Ergebnis bei der Kaffeebereitung bringt, so gilt das heute längst nicht mehr. Das Patent von Melitta für eine Maschine, die das langsame Aufbrühen von Hand perfekt imitiert, ist heute keinen Pfifferling mehr wert - und vollends veraltet; diese Maschinen findet man heutzutage schon in den Billigläden, und was einmal der Inbegriff technischer Revolution war, rangiert heute am alleruntersten Ende der Kaffeebereitung. Die moderne Technik setzt auf Dampfdruck - heißer Wasserdampf wird unter hohem Druck durch das Kaffeemehl gepresst, dadurch werden die Bitterstoffe aus dem Kaffeemehl nicht mit herausgelöst, und durch den hohen Druck entsteht ein feiner Schaum, die Crema, auf der Kaffeeoberfläche. Mag doch keiner mehr bitteren Kaffee trinken, und mit Schaum sieht er einfach gleich viel schöner aus. Viel Kopfzerbrechen bereiten den Experten noch einzelne Kaffeesorten: Nicht jede Röstung jeder Sorte ist für dieses Verfahren geeignet - bei manchen Sorten ist das Geschmacksergebnis danach dann doch eher seltsam zu nennen - darum werden in Kapseln oder Pads auch nur bestimmte Kaffeesorten angeboten. Die Quadratur des Kreises ist also doch noch nicht ganz gelungen. Mit den angebotenen Sorten, und den Vorteilen, die Pads und Kapseln bieten, kann man sich aber ganz gut abfinden - nur exklusive Genießer werden ihre Lieblingssorte wohl für eine Weile immer noch von Hand zubereiten müssen. Zwar gibt es schon die Möglichkeit, seine eigenen Pads herzustellen, und bei manchen Maschinen kann man auch den Dampfdruck regulieren - eine wirkliche Lösung auf dem Weg zum perfekten Ergebnis ist das aber noch immer nicht in allen Fällen. Auch für die Zubereitung von Cappuccino mit der obligaten Sahnehaube und den Kakaostreuseln auf der Oberseite hat noch keiner eine Maschine erfunden, die das gleich von selber macht. Also noch eine Marktlücke, die dem einen oder anderen Freizeititaliener wohl einen Seufzer entlocken mag. Und warum gibt es eigentlich keine Maschine, die gleich Irish Coffee herstellen kann? Und ... Es bleibt also für die Experten noch viel zu tun. |