Fördertechnik paßt sich ständig den wachsenden Bedürfnissen an
Industrielle Herstellungsprozesse erfordern eine ständige Weiterentwicklung und Optimierung. Der Einsatz von Menschenkraft erweist sich in vielen Bereichen als unrentabel, auch bei Steuerungs- und Regelungsprozessen - vieles geht computergesteuert schneller, einfacher und fehlerfreier.

Unsere Produktionsbetriebe entwickeln sich in weiten Teilen in Richtung Vollautomatisierung. Das betrifft heute auch zu einem großen Ausmaß bereits die Bereiche der innerbetrieblichen Logistik, jenem Teil der Herstellungsprozesse, der sich mit dem Zuführen von Stückgut oder Schüttgut von und zu Maschinen befasst. Komplexe Herstellungsprozesse bedingen, dass die teilfertigen Produkte zwischen unterschiedlichen Maschinen transportiert werden müssen - die Zufuhr der Produkte zu einer weiteren Maschine muss aber unter Umständen in einem anderen Takt erfolgen. Früher wurden an solchen Schnittstellen Menschen eingesetzt, bei vollautomatischen Herstellungsprozessen entfällt aber auch dieser menschliche Faktor.

Die Fördertechnik (doh-jennes.de) , als Teilbereich des Maschinenbaus, beschäftigt sich mit der Entwicklung solcher voll automatisierten innerbetrieblichen Logistiksysteme, und auch mit der dazu notwendigen Regelungs- und Steuertechnik. Die Komplexität ergibt sich dabei oft aus dem notwendigen Zusammenwirken unterschiedlicher Transportmittel, wie Lasthaken, Greifer, Hakengeschirre und Gurtbandförderer - und vor allem dem Problem der richtigen und zeitgenauen Positionierung. Hierbei kommen hoch leistungsfähige Computer zum Einsatz, die wesentlich schneller und bedeutend genauer arbeiten können als Menschen. Als hervorragendes Beispiel dafür stehen zum Beispiel Palettiersysteme: Moderne Palettierer können das fertige Endprodukt aufgreifen, wenden, und mit der Genauigkeit von wenigen hundertstel Millimetern innerhalb von Sekunden auf der Palette platzieren - so entstehen genau ausgerichtete Stapel auf der Palette, und ist die gewünschte Höhe erreicht, wird automatisch auf einer neuen Palette weiter gestapelt. Sowohl im Hinblick auf die Genauigkeit als auch auf die benötigte Zeit, schlägt hier die computergesteuerte Maschine den Menschen um den Faktor 20 - und Maschinen bekommen kein Bandscheibenleiden, sind nicht im Krankenstand und haben üblicherweise keine Rauchpausen. Der Einsatz von optisch gesteuerten Robotersystemen findet heute nur im Hightechbereich oder in hoch produktiven Herstellungsbereichen wie dem Automobilbau statt.

Mit der Weiterentwicklung der Fördertechnik und innerbetrieblicher Logistiksysteme auf computergesteuerter Basis wurde ein weiterer Schritt in Richtung Vollautomatisierung unternommen - und obwohl die Diskussion um den Wegfall von Arbeitsplätzen immer noch nicht ganz beigelegt ist, kommt diese Weiterentwicklung sehr wohl Menschen zugute: Schwere Arbeit, die im Verlauf von Jahrzehnten ganz sicher zu körperlichen Schädigungen führt, braucht nicht mehr von Hand verrichtet zu werden; und durch die Optimierung des Produktionsprozesses und die Eliminierung der im Vergleich teuren und langsamen menschlichen Arbeitskraft sinkt der Herstellungspreis der Güter - und das kommt letzten Endes wieder allen Käufern zugute.